M1

Medizinische Grundausbildung
(Basis & Aufbau)
Anatomie, Physiologie und Pathologie sind elementare Grundlagen für das Therapieverständnis. Laborwerte, Psychologie, Anamnese und Differentialdiagnose runden die Kenntnisse in Medizin ab. Die medizinischen Grundlagen werden in einem Basis- und anschliessendem Aufbaukurs angeboten. Zur Ausübung diverser Einzelmethoden genügen die Grundkenntnisse des Basiskurses; für die Ausbildung Naturheilpraktiker TEN ist der Aufbau unerlässlich, denn mit fundierten medizinischen Kenntnissen wird die entsprechende Auswahl der Therapie leichter bestimmbar. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung erhalten Sie ein Zertifikat, welches den EMR-Kriterien entspricht. (www.emr.ch)
Für Interessierte mit medizinischen Grundkenntnissen besteht die Möglichkeit, direkt in den Aufbaukurs einzusteigen. Die Anerkennung fremder Leistungen ermöglicht erfahrenen Therapeuten und Absolventen von Gesundheitsberufen eine verkürzte Ausbildung. 
Diese  Anerkennung (AvB) müssen individuell abgeklärt werden.
Für die Begutachtung Ihrer Dokumente und Erstellung einer Offerte verrechnen wir Sfr. 150.– Bei Antritt der Ausbildung werden Ihnen die Kosten zurückerstattet. 

M2

Naturheilkundliche Fächer
TEN

TEN Fächer Grundlagen/Aufbau/Integration


In der klassischen Naturheilkunde ist ein uraltes Wissen um den Zusammenhang des Menschen mit der ihn hervorbringenden und umgebenden Natur vorhanden. Die klassische Naturheilkunde geht hauptsächlich auf das naturphilosophische System der Humoralmedizin zurück, dessen Begründer Hippokrates (um 460–370 v. Chr.) war. Es handelt sich dabei um ein eigenständiges medizinisches Konzept, das nicht nur aus Physiologie und Pathologie, sondern auch aus Prognostik, Diagnostik und Therapeutik besteht. Grundlage bildet die Beeinflussung der menschlichen Kardinalsäfte (Schleim, Blut, gelbe und schwarze Galle), die den vier Elementen (Wasser, Luft, Feuer, Erde) entsprechen. Hydrotherapie, Iris- Zungen- und Pulsdiagnose erweitern die Therapiemöglichkeiten.

Ernährung


Die Diätetik (aus dem griechischen Diaitia), wie sie Hippokrates verstanden hat, therapierte Krankheiten mit der Umstellung des gesamten Lebenswandels, also auch der Ernährung. Ernährung ist ein Fundament des Lebens. Der Mensch setzt sich seit Beginn seiner Existenz intensiv mit dem Essen und Trinken auseinander. Sowie der Mensch sich als Wesen weiterentwickelt hat, hat sich auch die Ernährung mit ihm weiterentwickelt. Es geht nach dem Abschluss des Studiums also nicht darum, eine einzelne Ernährungstherapie zu praktizieren, sondern die Ernährung dem einzelnen Menschen in seiner momentanen Lebensphase oder seiner Krankheit angepasst einzusetzen. Diese kann auch durch gezielten Einsatz von Präparaten ergänzt werden.

Fussreflexzonen-Massage


Die Fussreflexzonen-Massage basiert auf einer alten Entdeckung, wonach das Massieren des Fusses nicht nur diesen beeinflusst, sondern auf weiter entlegene Körperteile und Organe einwirkt und die Regeneration des Körpers als Ganzes ermöglicht. Die Chinesen und Indianer betrachteten den Fuss schon vor Jahrtausenden als Spiegel des Körpers. Sie lernen, therapeutische Konzepte zu erarbeiten und diese dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechend umzusetzen. Ein wichtiger Teil der Reflexzonenmassage ist das Erkennen der Krankheitsursache. Sorgfältiges Analysieren zeigt auf, welche seelischen Disharmonien sich hinter körperlichem Unbehagen oder einer organischen Krankheit manifestieren.

Klassische Massage


In der klassischen Massage ist das Hinwirken auf die Tiefenentspannung ein wesentliches Merkmal. Dies verlangt Zurücknahme der persönlichen Gefühlsübertragungen, volle Konzentration auf den zu behandelnden Menschen, Einklang zwischen innerer und äusserer Haltung, Einfühlung und Achtsamkeit in Bezug auf Nähe und Distanz. Das Wissen über den Körper und der praktischen Untersuchung geben die nötige Sicherheit für die Behandlung.
Das Fach wird unterteilt in einen eher technischen Bereich (konkrete Griffe, spezifische Behandlung von Krankheitsbildern) und einen Bereich, in welchem vor allem die Wahrnehmung während des Massierens geschult wird. Praxis und Theorie werden miteinander verflochten. Das Miteinander- und Aneinander-Lernen verlangt von allen Studierenden ein sehr persönliches Engagement und Offenheit. Der Unterricht befähigt die Studierenden, die Massage so auszuüben, dass sie die technischen und intuitiven Aspekte miteinander verknüpfen können und dadurch der Patient ganzheitlich erfasst und adäquat behandelt wird.

Phytotherapie


Schon seit Menschengedenken wird die Pflanzenheilkunde gelehrt und angewendet. Lange bevor die grossen Heilkundigen ihr Wissen schriftlich festhielten, wussten die Menschen von der Heilkraft der Natur, mit welcher sie in enger Verbindung lebten. Heute stehen wir an einem kritischen Punkt. Das analytische Denken, welches die heutige Wissenschaft prägt, führt dazu, dass man die einzelnen Heilpflanzen zerlegt und die unterschiedlichen Wirkstoffe isoliert betrachtet. Die Wirkung der Pflanzen in ihrer Vollständigkeit ist dabei in Vergessenheit geraten. Sehr oft ist es jedoch so, dass eine Pflanze als Ganzes oder kombiniert mit anderen Pflanzen Heilkräfte hat, die bei einer isolierten Betrachtung wegfallen.
Die Nhk vermittelt den Studierenden ein umfassendes Verständnis, damit die Pflanzen therapeutisch optimal eingesetzt werden können.

M3  - M5

Berufliche und therapeutische Kompetenzen
Die beruflichen und therapeutischen Kompetenzen eines Naturheilpraktikers/einer Naturheilpraktikerin werden im Laufe der Ausbildung ausführlich und mit vielen Üebungsmöglichkeiten geschult.
Was braucht es, um eine Praxis zu führen? Gibt es rechtliche Bestimmungen, die ich kennen muss? Gibt es Software-Programme, die mir die Arbeit erleichtern? Wie baue ich eine Anamnese korrekt auf? Wie untersuche ich meine Patienten richtig? Wie kommuniziere ich mit meinen Patienten? 
Dies sind Fragen, die neben den medizinischen und naturheilkundlichen Kenntnissen für einen Therapeuten sehr wichtig sind, um erfolgreich auf dem Markt bestehen zu können.

M6

Praktische Ausbildung 
(Praktikum)
Die praktische Ausbildung ist die Verbindung zwischen dem Studium und der selbstständigen Praxistätigkeit. Sie kann in verschiedenen Institutionen und Praxen absolviert werden. Die praktische Arbeit ist ein von der NHK begleitetes Modul, welches zum Modulabschluss M6 der OdA AM führt.

M7

Berufspraxis unter Mentorat
Das letzte Modul M7 wird nach der Ausbildung in der eigenen Praxis oder im Angestelltenverhältnis absolviert. Sie arbeiten nun selbständig als Naturheilpraktiker und gewinnen mittels Mentorat Sicherheit in der täglichen Arbeit. Haben Sie die Berufspraxis unter Mentorat erfüllt, erhalten sie den Modulabschluss M7 der OdA AM. Damit werden Sie zur Höheren Fachprüfung HFP zugelassen.